Immer weniger Studierende beziehen BaföG-Leistungen. - Bild: pexels/ Monstera Production

REGIERUNGSENTWURF FORSCHUNGSETAT 2026/ BAFÖG-STATISTIK : BAföG-Mittel sinken – Grüne: Reform braucht stabile Finanzen

Im Forschungshaushalt für 2026 sind die Zeichen auf Sparen gesetzt: Nach dem Anstieg im laufenden Jahr fällt der neue Etat mit 21,26 Mrd. Euro unter das Level von 2024 zurück. Beim BAföG führt die Bundesregierung mit nur noch 1,78 Mrd. Euro den stetigen Abwärtstrend fort. Ebenfalls gesunken ist laut Statistischem Bundesamt (Destatis) die Zahl der BAföG-Geförderten. Die Grünen prangern die trotz von der Koalition vereinbarter BAföG-Reform geplanten Kürzungen an und fordern wie das Deutsche Studierendenwerk (DSW) bedarfsgerechte Förderung. mehr...

In Quoten-Unternehmen sind fast 39 Prozent Frauen im Aufsichtsrat. - Bild: pixabay/ M. Hassan

WOMEN-ON-BOARD-STUDIE 2025 [UPDATE] : FidAR fordert für mehr Frauen in Führungsriegen erweiterte Gesetze

Der Verein Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) möchte Koalition und Kanzler an ihren Worten messen, besonders hinsichtlich Plänen, mehr Frauen in die Chefetagen zu bringen. Wie der aktuelle Women-on-Board-Index (WoB) zeigt, stagnieren die Fortschritte bei Frauen in Führungspositionen, in Aufsichtsräten ist sogar ein Rückgang zu verzeichnen. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) ruft Unternehmen auf, Frauen weiter gezielt zu fördern, FidAR schlägt erhöhte Quoten und Sanktionen gegen Firmen mit unbegründeten Zielgrößen Null vor. mehr...

BUNDESTAGSPRÄSIDENTIN REKLAMIERT LEGITIMITÄT DER ABGEORDNETENWAHL : Keine Wahlrechtsreform ohne mehr Frauen im Bundestag

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat die Fraktionen des Bundestages aufgefordert, eine erneute Änderung des Bundestagswahlrechts in Angriff zu nehmen. Sie sieht ein Legitimitätsproblem, wenn mit der Erststimme direkt gewählte Wahlkreisbewerber:innen aufgrund der Zweistimmendeckung kein Abgeordnetenmandat erhalten haben. Die von Klöckner angestoßene Legitimitätsdebatte wirft auch ein Schlaglicht auf die unterdurchschnittliche Repräsentanz von Frauen im Bundestag. Keine Wahlrechtsreform ohne mehr Frauen im Bundestag, fordert die Gesellschaft Chancengleichheit. Der Vorstand der Gesellschaft hat dazu den Vorschlag zur Diskussion gestellt, eine geschlechterbezogene Stichwahl einzuführen. mehr...

/Bild: Innn.it/Joachim Volz

ÄRZTETAG DRINGT AUF REFORM des § 218 | KOALITIONSVERTRAG BEDINGT UMSETZUNG : Urteil gegen Chefarzt Prof. Volz: Neuregelung des § 218 und des kirchlichen Arbeitsrechts dringlich

Mit der Forderung, die Bedingungen für fristgerechte Schwangerschaftsabbrüche außerhalb des Strafgesetzbuches zu regeln, hatte der 29. Deutschen Ärztetag den Bundestag und Bundesrat vor zwei Monaten in die Pflicht genommen. Das Urteil zulasten des Lippstädter Chefarztes Prof. Joachim Volz hat die vom Ärztetag für ihren Berufsstand angemahnte Dringlichkeit der Neuregelung sowohl des StGB-Paragrafen 218 als auch des kirchlichen Arbeitsrechts aufgezeigt. Ohnedies hat die schwarz-rote Koalition in ihrer Koalitionsvereinbarung 2025 festgelegt, die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung über die heutigen Regelungen zu erweitern. Die rasche Umsetzung ist angesagt. mehr...

VERFASSUNGSRICHTERWAHL IM BUNDESTAG | AUSWEG: FERNBLEIBEN VON DER ABSTIMMUNG : Eine Zweidrittelmehrheit braucht wenigstens 316 Stimmen (Update)

Die Spitze der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hatte die Durchführung der Wahl von drei Richter:innen für das Bundesverfassungsgericht mit der Begründung abgesagt, sie könne für die Staatsrechtlerin Prof.in Dr.in Frauke Brosius-Gersdorf nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit gewährleisten. Doch die Möglichkeiten, eine solche Mehrheit herbeizuführen, waren noch lange nicht ausgereizt, schreibt Holger H. Lührig in einem Beitrag des zwd-POLITIKMAGAZINs. Denn nach der geltenden gesetzlichen Regelung kommt eine 2/3 Mehrheit zustande, wenn diese sich mindestens auf die Mehrheit der Mitglieder des Bundestages - also 316 von 630 Abgeordneten - stützen kann. Mit der Nichtteilnahme von Abgeordneten an der Abstimmung sinkt das Quorum für die 2/3 Mehrheit. mehr...

Die freie Jugendarbeit macht vielfach beliebte Betreuungs-Angebote. - Bild: flickr/ AGV Gesamtmetall

GESETZENTWURF BUNDESRAT : Freie Träger der Jugendarbeit sollen beim Ganztag helfen

Wie können die Bundesländer die Ganztagsbetreuung stemmen? Bei Personal, Strukturen und Finanzen sehen sie sich vor große Herausforderungen gestellt, erst recht in Schulferien. Mit einem Gesetzentwurf möchte der Bundesrat den Ganztag auch über Angebote aus der Jugendarbeit gewährleisten. Die Bundesregierung mahnt an, das Einbeziehen anderer Anbieter müsse Kindeswohl und Kinderschutz gerecht werden. Das Bundesfamilienministerium (BMBFSFJ) werde demnächst einen Vorschlag präsentieren, um Jugendhilfe-Träger am Ganztag zu beteiligen. mehr...

zwd-HERAUSGEBER HOLGER H. LÜHRIG ÜBER CHANCEN EINES GERÄUSCHLOSEN REGIERENS : Das Problem der Union hat einen Namen: Jens Spahn

Die schwarz-rote Koalition hätte auf der Grundlage des sich entwickelten Vertrauensverhältnis zwischen dem CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz und seinem Vizekanzler und SPD-Co-Vorsitzenden Lars Klingbeil sowie den daraus resultierenden Verabredungen eine gute Voraussetzung für ein geräuschloses Regieren gehabt, resümiert zwd-Herausgeber Holger H. Lührig in seinem Kommentar zu den ersten 70 Tagen der CDU/CSU/SPD-Koalition. Doch einer hat es vermasselt: Ob aus Führungsschwäche oder aus Absicht dank einer Gelegenheit, so werden die Historiker später das Agieren des Unions-Fraktionschefs Jens Spahn bewerten. mehr...

Bild: Webseite BKM

BEAUFTRAGTER FÜR KULTUR UND MEDIEN DER BUNDESREGIERUNG : Weimer untersagt Gender*sternchen

Nach Bundesbildungs- und -frauenministerin Karin Prien (CDU) hat nun auch der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Wolfgang Weimer (CDU), den 470 Bediensteten seiner Behörde (BKM) das "Gendern" untersagt. Nach einem Bericht des Berliner "TAGESSPIEGEL" dürfen seine Mitarbeiter:innen dienstlich nur noch nach den Regeln der deutschen Sprache schreiben. Welche Konsequenzen sich aus dieser Regelung für Antragsteller:innen von Fördervorhaben ergeben, wird nach zwd-Informationen demnächst Gegenstand einer parlamentarischen Behandlung im Bundestag sein. mehr...